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EINSPRUCH! Verschwörungsmythen und Fake News kontern

Darum geht es in diesem Buch

«Falschmeldungen und auch Verschwörungserzählungen sind davon abhängig, dass sie von möglichst vielen Menschen geglaubt und weitererzählt werden, daher können wir alle versuchen, diese Verbreitung zu erschweren. Jede und jeder von uns kann im eigenen Umfeld Aufklärung leisten, Fakten sichtbar machen, auch die Familie oder Bekannte warnen, wenn etwas Falsches gerade stark zirkuliert.»

 

Mein journalistisches Herz blutet, wenn ich sehe, welche abstrusen Geschichten teilweise in den Sozialen Netzen kursieren. Manche sind so offensichtlich falsch, dass es einem die Fussnägel rollt. Das geht nicht nur mir so. Oft werden solche Posts oder Kommentare gekontert. Meist aber leider nicht sehr gekonnt. Denn Beschimpfungen wie «Covidiot*in!» oder «Wie dumm kann man nur sein?!» werden die Person, die Fake News oder Verschwörungsmythen teilt, wohl kaum zur Vernunft bringen.

 

Ingrid Brodnig beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den gesellschaftlichen Herausforderungen der zunehmend komplexen Kommunikation im Internet. In diesem Buch teilt sie ihre Tipps im Umgang mit Fake News und Verschwörungsmythen. 

 

Ich schätze mich als ziemlich schlagfertig ein. Trotzdem habe ich in diesem Buch sehr viel gelernt: Ich weiss jetzt, wie ich strategisch mit Menschen diskutieren kann, die Falschmeldungen und Verschwörungserzählungen glauben. Ich kenne rhetorische Tricks und verstehe die psychologische Anziehungskraft von Fehlinformation und kann deshalb nun hoffentlich klüger darauf reagieren.

 

«Einspruch!» ist eine Anleitung für alle, die geschickter diskutieren wollen, denen Fakten wichtig sind und die ihre Argumente auch bei aufgeladenen Themen zur Geltung bringen wollen.

Deshalb habe ich dieses Buch gelesen

Fake News und Verschwörungsmythen begegnen mir täglich. Sie machen mir Angst – und faszinieren mich gleichzeitig. Wie kann es passieren, dass eigentlich vernünftige Menschen plötzlich blind irgendwelchen Verschwörungstheoretiker*innen folgen? Warum checken sie Fakten nicht? Alles in mir schreit: «Einspruch!». Das Buch von Ingrid Brodnig ist wie für mich gemacht.

Was ich aus diesem Buch mitnehme

Ich kann jetzt im Jiu-Jitsu-Stil kontern. Bei dieser flexiblen Form des Diskutierens tritt man anderen nicht frontal entgegen, sondern leitet ihre Kraft und ihr Momentum um, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Man lässt sich stark auf die Perspektive des Gegenübers ein. Konkret stellt man Rückfragen, damit sie oder er selber erkennt, dass seine Argumente nicht standhalten. Beim Kontern versuche ich es nicht nur mit Fakten. Ich probiere es auch mit Logik – oder hinterfrage die Quellen, die mein Gegenüber nutzt. (Das habe ich bereits getestet. Es funktioniert!)

Ich nehme auch mit, dass manchmal gar nicht die «Gegner*innen» das Ziel eines Konters sind. Über Social Media erreicht man mit Interventionen auch andere Verunsicherte und hilft ihnen mit einem gezielten Kommentar eventuell, wieder klarer zu denken. Bei einer Diskussion geht es mir nicht mehr darum, das Gegenüber zu überzeugen. Ich denke an die Menschen, die mitlesen. Wenn ich bei nur einem von ihnen einen Hauch des Zweifels sähen kann, ist mein Konter erfolgreich.

Schon bevor ich dieses Buch gelesen habe, war mir Aufklärung wichtig. Ich teile immer wieder Artikel und Videos, die die Welt wissenschaftlich erklären. Manchmal warne ich auch vor Fake News (das sollte man allerdings nicht zu oft tun, weil man damit bei der Verbreitung von Falschinformationen hilft). Brodnig nennt das «Impfung gegen unsinnige Argumente». Diese Inokulation geschieht dann, wenn jemand noch gar nicht an eine Falschmeldung glaubt. Sie wirkt präventiv.

Ebenfalls gelernt habe ich, wie wichtig es ist, nicht die falschen, sondern die richtigen Argumente des Gegenübers zu wiederholen. Wird man öfter mit bestimmten Aussagen konfrontiert, steigt die Chance, diese als wahr einzustufen. Wer Fakten sichtbar machen will, muss dieselben Fakten beharrlich immer wieder kommunizieren. 

An diese Menschen habe ich beim Lesen öfters gedacht

An Katharina Bleuer, weil ich dich öfters gegen Fake News und Verschwörungsmythen ankämpfen sehe.

An Dorothee Brumann, weil ich weiss, dass auch du deine Stimme immer wieder gegen Hate Speech erhebst und wie ich an die Wissenschaft glaubst.

An Isabelle Sailer, weil du dich fürs Debattieren interessierst und ich in diesem Buch auch ganz viel darüber gelernt  habe.

 

Das möchte ich der Autorin dieses Buches sagen

Liebe Ingrid Brodnig, ich danke Ihnen fürs Mutmachen. Ihr Buch ist für mich ein wichtiges Instrument gegen Desinformation und ich bin überzeugt, dass es eine Menge Leute dazu befähigen wird, ebenfalls Stellung zu beziehen. Ich empfehle es sehr gerne weiter – auch als Impfung gegen unsinnige Argumente.

Hier kannst du dieses Buch kaufen

Zum Beispiel bei Orell Füssli oder Amazon. Ich empfehle dir die wunderschön illustrierte gebundene Ausgabe.

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